Road Trip Part 2 – Rainbow Beach bis Brisbane
Road Trip Part 2 – Rainbow Beach bis Brisbane

Road Trip Part 2 – Rainbow Beach bis Brisbane

Tin Can Bay & Rainbow Beach

Die etwas unscheinbarere Gegend bot zu unserer Überraschung sehr viele abwechslungsreiche Aktivitäten. Wir starteten unseren Tag in Tin Can Bay und durften dem Füttern der freilebenden Delphine beiwohnen. Ausserdem konnten wir beim Füttern mithelfen – trocken blieben wie aber nicht 😉

Unweit entfernt befand sich ein Gehweg (Foreshore Bird Walk), welcher für die Vielfältigkeit der dort gesichteten Vögel bekannt ist. Tatsächlich traffen wir einige besondere Exemplare (zum Teil haben wir sie auch nur gehört) in dieser bezaubernden Umgebung an.

Unser Highlight des Tages war der Seary’s Creek, welcher nach einer der Familien benannt war, die auf Fraser Island für das Roden des Waldes bekannt war. Der Bach ist aufgrund seiner Rot-Braunfärbung und dem Duft nach Grüntee einzigartig. Nach längerem Abchecken der Fauna im und um den Bachbereich (Krabbelgetiere und so..), entschieden wir uns im klaren Wasser zu erfrischen – toll wars 🙂

Eine etwas unerwartete Sehenswürdigkeit war der Carlo Sand Blow. Nach einem kurzen Gang durch den mit Mücken übersäten Wald erblickten wir eine dünenartige Landschaft wie aus dem Bilderbuch.

Zum Abschluss des ereignisreichen Tages machten wir es uns im Hafen von Rainbow Beach mit unseren Campingstühlen bequem und genossen den romantischen Sonnenuntergang.


Fraser Island

Eine der wohl bekanntesten Inseln liegt nur einen Katzensprung von der Ostküste Australiens entfernt. Wir entschieden uns die Insel nicht von Hervey Bay aus zu besuchen, sondern von dem etwas weniger geläufigen Inskip Point in Rainbow Beach.

K’gari – wie die Insel liebevoll von den Ureinwohnern genannt wird – ist mit ihrer Fläche halb so gross wie Bali und die grösste Sandinsel der Welt mit einer einzigartigen Flora und Fauna.

Unsere Tour startete früh morgens mit dem pünktlichen Einsammeln aller Teilnehmer und dem Überqueren des Meeres bei Inskip Point bei Ebbe. In unserem off-road tauglichen Tourbus düsten wir als erstes richtung Lake McKenzie durch den einzigen auf Sandboden existierenden Regenwald. Ein kurzer Spaziergang durch lichtes Gebüsch führte uns zum traumhaften Süsswassersee. Bei der Gabelung entschieden wir uns für den etwas weniger geläufigen Weg, welcher uns an einen etwas abgelegeren Abschnitt des Gewässers brachte. Das kristallklare Wasser und die wunderschönen Farben luden zu einem erfrischenden Abtauchen ein, was bei den heissen Temperaturen definitiv nötig war!

Nach etwa einer Stunde ging unsere Reise weiter entlang des 75 Mile Beach, einer Art Strand / Sand Autoschnellstrasse zu Central Station. Hier führte uns der Fahrer durch den Regenwald und teilte die eine oder andere spannende Sache über die Bewohner und Lebewesen der Insel (z.B. Dingos, Bandicoots, Königsfarn). Im Zentrum stand der Wanggoolba Fluss, welcher für die Ureinwohner noch heute eine zentrale Rolle hat. Entlang des Flusses gibt es bestimmte Abschnitte, welche einzig den Einwohnern vorbehalten sind. Doch nicht nur das, das Gebiet rund um die Quelle des Flusses ist alleinig den Frauen zur Geburt vorbehalten. Das fast keimfreie Wasser scheint ein besonders guter “Kreissaal” zu sein, was sich laut Guide auch in den Überlebensraten der Neugeborenen und Mütter spiegle.

Nach einer kurzen Stärkung ging die Fahrt weiter richtung Norden. Die Sonne und damit auch die Temperatur (37 °C) hatten ihren Höchststand erreicht und machten dem armen Pascal an seinem Fensterplatz mächtig zu schaffen. Erleichtert kamen wir bald an unserer nächsten Sehenswürdigkeit an: Dem luxus Kreuzfahrtschiff Maheno oder was noch davon übrig war.

Die etwas unscheinbaren Pinnacles bildeten die nördlichste Attraktion. Die Säulen und Wände aus verschiedenfarbigem Sand waren schnell betrachtet und die Rückfahrt begann richtung Eli Creek. Dies war auch die letzte Erfrischung vor unserer Überquerung zum Festland, wo wir am Ufer überraschend auch noch einen Dingo antrafen.


Rainbow Beach – Noosa

Früh morgens machten wir uns in Rainbow Beach auf zum Surf- und Rettungsschwimmverein. Von dort aus führte uns ein Spaziergang entlang der Küste zu den bunten Sandstellen. Jedoch machte uns bald die Hitze einen Strich durch die Rechnung und wir mussten trotz der klebrigen Sonnencremeschicht und dem ausreichenden Wasserproviant vorzeitig umkehren.

Zum Abschied statteten wir dem Seary’s Creek einen weiteren Besuch ab und fuhren dann los in Richtung Noosa.

Wenn man Koalas in der freien Natur beobachten möchte, sollte man laut verschiedenen Medien (und auch unserem Reiseführer) den Nationalpark in Noosa besuchen. Leider berichteten uns Einheimische, dass sie seit Jahren keine Koalas mehr gesichtet hätten. Geduldig schlichen wir dennoch durch den Wald – jedoch ohne Erfolg. Dafür wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht und einem idyllischen Spaziergang belohnt.

Gleich neben unserem Campingplatz befand sich zu Jessis Glück der Golfplatz der Region. Mit seinem angrenzenden Naturschutzgebiet ist er bekannt für seine hüpfenden Besucher (Kängurus und Wallabies), welche das wohlgepflegte Gras bei Sonnenuntergang verkosten. Und ja, hier hatten wir mehr Glück als beim Sichten von Koalas 🙂

Noosa – Moreton Bay

Von Noosa ging es weiter entlang der Sunshine Coast nach Moreton Bay. Unser erster Zwischenstopp legten wir am Castaway Beach ein, um das Meer und die Sonne zu geniessen.

Etwas von der Küste entfernt lag Buderim, in welchem wir das Eric Joseph Foote Denkmal besichten. Anders wie bei herkömmlichen Denkmälern, präsentierte sich dieses Denkmal vielmer wie eine Art botanischer Garten.

Weiter westlich am Waldrand lagen die Serenity Wasserfälle, welche wir auf Umwegen durch den Wald erreichten. Ein etwas glitschiger Weg führte uns zum einladenden Schwimmbecken. Trotz lästigen Mücken liessen wir uns auch hier den Sprung (in das wirklich kühle Nass) nicht entgehen.

Weiter südlich ging es zu den Glass House Mountains. Der grosse Nationalpark beherbergt viele imposante Berge, welche wir auf unsere Durchfahrt von einem schönen Aussichtspunkt aus bestaunten.

Brisbane

Von dem nahe gelegenen Moreton Bay machten wir uns auf den Weg für unseren Städtetrip nach Brissie. Da Parkmöglichkeiten im Stadtzentrum mit einem etwas grösseren Campervan rar bis inexistent sind, planten wir unsere Reise mit den ÖV. Was sich jedoch als Herausforderung herausstellte, war die Beschaffung von Bus- und Bahntickets. Alles funktionierte über eine prepaid Karte, über welche wir nicht verfügten. Auch der Kauf von Onlinetickets oder Papiertickets im Bus / an der Haltestelle war unmöglich, weshalb uns der Busfahrer semi-legal an den nächsten Bahnhof brachte, wo wir Papiertickets für unsere Weiterreise kaufen konnten 😅

Nach gut einer Stunde kamen wir endlich im Zentrum der Stadt bei Central Station an und die Entdeckungstour ging los. Der Glockenturm der Stadthalle war aufgrund der Unwetter leider geschlossen, weswegen wir kurzzeitig das Art Museum besuchten. Weiter ging es durch die zahlreichen Shoppinggassen Richtung Botanical Garden und dann zum Fluss, wo wir mit dem gratis City Hopper (auch hier ein Infodurcheinander) wieder Flussaufwärts fuhren.

Letztendlich gönnten wir uns im Weihnachtsgetümmel ein Bier (Pascals Highlight). Jessis Highlight waren die verschiedenartigen Eidechsen, welche sich mitten im Park sonnten und genüsslich Insekten verspeisten.

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