Road Trip Part 1 – Cairns bis Mon Repos
Road Trip Part 1 – Cairns bis Mon Repos

Road Trip Part 1 – Cairns bis Mon Repos

Start in Cairns – Mission Beach

Nun war es so weit, endlich konnten wir unseren Apollo Euro Tourer abholen (: Mit seinen sieben Metern war der Camper definitiv eine Nummer grösser als unser Skoda Fabia. An Luxus fehlt es dem neuen Campervan in keiner Hinsicht: Neben dem kleinen Essbereich, Küche und Dusche/WC bietet der Wagen auch eine grosse Bank- / Tischlandschaft die sich zu einem bequem Bett umfunktionieren lässt. Aber das allerwichtigste: die Klimaanlage 🙂

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren und uns das Fahrzeug erklärt wurde, ging unser Road Trip auch schon los. Unsere erste Destination: ein Supermarkt um unsere Grundausstattung für die Küche etc. zu organisieren.

Die erste Übernachtung erfolgte dann nach 143 km auf einem Campingplatz mit direktem Zugang zum Meer. Der langezogene Mission Beach ist ein reiner Sandstrand und gezeichnet von unzähligen Krebsspuren – ein durchaus idyllischer Camperstart!

Mission Beach – Townsville

Nach einer erholsamen Nacht ging die Fahrt weiter nach Townsville. Unterwegs hielten wir für eine Mittagspause in Cardwell an und platzierten unsere Stühle wenige Meter oberhalb des Meeres. Erstaunt entdeckten wir einige luftschnappende Krokodile, welche sich nicht unweit des Ufers befanden. Ein etwas älteres Rentnerpaar gesellte sich zu uns und erzählte ausgiebig von ihren Erlebnissen rund um dieses hübsche Plätzchen.

Magnetic Island

Unsere erste Expedition mit dem Camper brachte uns nach Magnetic Island (Magnetic weil die Entdecker Probleme mit ihren Navigationsinstrumenten bei der Entdeckung hatten und dies auf die “magnetischen” Gesteine der Insel zurückführten). Das volle Potential unseres Campervans realisierten wir erst, als wir mit unserem “Zuhause” direkt bis zum Hafen fuhren, wo unser Ausflug startete. Nach einer kurzen Fahrt mit der Fähre erreichten wir die Nelly Bucht auf der Insel.

Eine Busfahrt mit einem durchaus sympathischen und unterhaltsamen einheimischen Chauffeur brachte uns an das nördliche Ende der Insel. In Horseshoe Bay angekommen, bestaunten wir zuerst den Strand und folgten danach der Strasse zum Bungalow Bay Koala Sanctuary. Das kleine Anwesen wurde auf diversen Medien für ihre spannenden Führungen zu einheimischen Tieren gelobt, jedoch stellte sich die Führung eher enttäuschend als ein liebloser Streichelzoo heraus (mit Schildkröten, Wombats, Koalas, Cockatoos, etc.). Rückblickend und nach einer sehr spannenden Führung in einem Koala-Spital (Port Macquerie), wäre es nicht angebracht die Tiere zu berühren.

Weiter ging es auf den nicht unweit entfernten Schmetterlingweg. Der “Weg” führte uns zuerst durch lichten Wald, welcher sich nach und nach verdichtete. Tatsächlich konnten wir eine Handvoll Schmetterlinge beobachten, jedoch waren andere Waldbewohner in der deutlichen Überzahl. Unzählige Flying foxes, (Flughunde) hingen Flügel an Flügel in den Baumkronen und machte ein unverkennbares Geräusch.

Zurück in der Horseshoe Bay entdeckten wir eine einladende Eisdiele, mit einem sehr leckeren Macadamia Eis.

Townsville – Airlie Beach

Als nächstes führte uns unsere Reise in das weiter südlich gelegene Airlie Beach. Unser Campingplatz befand sich dieses Mal gut 20 Gehminuten ausserhalb der Stadt. Eine grosse geschützte Lagune lud zum gratis Schwimmen ein. Für Unterhaltung sorgte eine Gruppe Männer, die einen Junggesellenenabschied feierten und im Wasser Football spielten. Speziell junge Frauen rund um das Becken wurden erfolgreich zum Mitmachen animierten.

Am Abend entschieden wir uns in die Stadt zu laufen, um auf Nahrungssuche zu gehen und das Spiel der Australischen Fussballmannschaft bei einem Public Viewing anzuschauen. Jedoch stand die Livemusik und die angeheiternden Tänzer im Mittelpunkt, welche ihre Dancemoves zum Besten gaben.

Scenic Flight Whitsunday Islands & Great Barrier Reef

Unter dem Weihnachtsbaum befand sich ein vorzeitiges Paarerlebnis in luftiger Höhe. Wir durften mit einer Chessna über die Whitsunday Inselgruppe und das Great Barrier Reef fliegen und diese aus einer neuen Perspektive erleben. Ein atemberaubendes Abenteuer 😍

Airlie Beach – Mackay

Erneut ging unser Road Trip weiter und brachte uns in die australische Hauptstadt des Rohrzuckers: Mackay. Auf dem Weg entschieden wir uns einen Abstecher in den Eungella National Park zu machen. Die Fahrt in den hochgelegenen Park war wunderschön und wir meisterten die steile kurvenreiche Strecke problemlos (bis auf einen kleinen Zwischenfall mit Jessi’s Auge).

Auf dem Weg boten einige Stopps gute Aussichts- Wandermöglichkeiten. Am Aussichtspunkt Sky Window entschieden wir uns einen ersten “mutigen“ Rundgang durch den Regenwald zu machen. Das Wetter hingegen schlug um und es begann monsunartig zu regnen. Wir (natürlich ohne entsprechende Ausrüstung) wurden komplett überrascht und erreichten unsere Wohnung auf Rädern durchnässt.

Mackay

Am Nachmittag fuhren wir los um die Stadt und die Umgebung von Mackay zu erkunden. Wir entschieden uns erneut uns in einer Lagune zu erfrischen und fuhren dann weiter zum Lamberts Aussichtspunkt. Es bot sich uns eine atemberraubende Aussicht, welche sich über die ganze Küste und weit in das Landesinnere erstreckte. Ein junger Familienvater bot uns an ein Foto von uns zu machen und so kamen wir ins Gespräch. Wir erhielten einige Tipps und netterweise auch seine Kontaktdaten.

Mackay – Ilbilbie

Cape Hillsborough

Früh morgens um 3:45 Uhr klingelte der Wecker für die zweite Morgenaktivität auf unserer Reise (siehe auch Tunaauktion in Tokio). Diesmal ging es mit dem Campervan im Dunkeln eine Stunde auf den Landstrassen Richtung Cape Hillsborough. Auf dem Weg traffen wir zum ersten Mal ein lebendes Känguru am Strassenrand an.

Auch hier stellte sich unser mobiles Zuhause als durchaus praktisch heraus. Direkt am Strand parkiert, konnten wir mühelos beobachten, wie wilde Kängurus und Wallabies vom Meer angespülte Samenkapseln verkosteten. Abwarten und starres Verweilen wurden mit dem einen oder anderen Schnappschuss belohnt. Zurück im Campervan gab es erstmal etwas Frühstück und ein Power Nap.

Als nächstes ging es weiter nach Ilbilbie, einem etwas abgelegenen Dorf an der Küste. Auf dem Weg machten wir einen Zwischenstopp im Sugar Shed in Sarina, um mehr über die Landwirtschaft und Gewinnung von Zucker aus Rohrzucker zu erfahren. Die Führung selbst hätte spannender gestaltet sein können. Und auch die anschliessende Verkostung der vor Ort produzierten Produkte war auch nicht besonders.

Der Tag hielt ein weiteres Highlight für uns bereit, denn unsere hüpfenden australischen Freunde waren zu Dutzenden um und auf dem neuen Campingplatz anzutreffen. Auch Wallabies konnten wir am Strassenrand beobachten, wie sie sich genüsslich den Bauch mit frischem Gras vollschulgen.

Morgens entschieden wir uns als erstes für einen Spaziergang zum Strand durch den Busch. Wir waren uns jedoch unsicher ob sich in den über Nacht angesammelten Tümpeln keine Krokodile befanden, weshalb wir schnell zum Campervan zurückkehren.

Nachdem wir unser Lager abgebrochen hatten und losgefahren sind, konnten wir gleich ausserhalb des Campings ein junges Känguru im Beutel der Mutter beobachten (wohl Jessi’s grösstes Highlight bisher).

Ilbilbie – Rockhampton

Auf unserer Durchfahrt nach Rockhampton machten wir einen Zwischenstopp in Clairview. Das Rentnerpaar welches wir antrafen zeigte grosses Interesse an unseren Van und so kamen wir ins Gespräch. Auch hier erhielten wir wertvolle Tipps (inklusive Schlaglöcher auf unserem Weg) und Jessi konnte einen fotografierten Käfer von einem pensionierten Entomologen identifizieren lassen.

Rockhampton – Yeppoon

In der Nacht vor unserer Ankunft herrschte ein etwas stärkerer Sturm in der Stadt Rockhampton, weshalb das Museum Heritage Village leider geschlossen war. Dafür entdeckten wir den botanischen Garten mit einer Vielzahl an Vögel und Pflanzen. Zu unserer Überraschung befand sich gleich daneben ein kleiner und sehr aufwändig gestalteter Zoo, welcher ohne Eintrittsgebühr besucht werden konnte. Die Mehrheit der Tiere hier erholte sich von einem meist durch Menschen verursachten Unfall.

Die Route ging nun weiter nach Yeppoon, dem beliebten Ferienort der wohlhabenden Queenslander. Auf unserem Weg bogen wir von der Yeppoon Road ab und machten uns auf zum Berg Archer.

Nach der kurzen Fahrt waren wir in Yeppoon angekommen und erfrischten uns in der bisher wohl schönsten Lagune.

Danach ging unsere Entdeckungstour weiter in den Capricorn National Park, in welchem wir neben der wahnsinns Aussicht auch eine besondere Felsformation entdeckten, die sich The Fan Rock nannte und durch einen uralten Vulkan geformt wurde.

Yeppoon – Mon Repos

Eine etwas längere Etappe stand uns bevor bei der Fahrt von Yeppoon nach Mon Repos. Die Campingsite wurde sehr bedacht und möglichst nahe am Mon Repos Turtle Center gewählt. Dieses Zentrum vereint Forschung und freiwilligen Arbeit zum Erhalt der drei Schildkrötenarten die zum Nesten an diese Strände zurückkehren. Um diese Arbeit zu finanzieren, bieten die Ranger des Zentrums nächtliche Führungen an, bei denen man mit etwas Glück weiblichen Schildkröten beim Nesten (Nov bis Jan) oder jungen frischgeschlüpften Tieren (Jan bis März) zusehen kann. Diese Erfahrung ist an eine längere Wartezeit spät abends geknüpft, da die Ankunft der Tiere nie vorhergesagt werden kann. Doch wenn man das lange Warten und einige übermüdete Kinder ausharrt, wird man mit einer einzigartigen Erfahrung belohnt.

Mon Repos – Rainbow Beach

Nachdem wir erst um ca. 2 Uhr im Bett waren und unser Wecker sowie die ausbleibende Hitze uns ausschlafen liessen, ging unser Reise etwas verspätet nach Rainbow Beach.

Mehr dazu folgt in Part 2: Rainbow Beach bis Brisbane 🤩

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