Jeju-Do
Jeju-Do

Jeju-Do

Die grösste Insel Südkoreas ist das Resultat eines uralten Vulkans und liegt nur wenige Kilometer von der Küste entfernt. Sie wird auch Honeymoon Insel genannt, da sie bei jungen Paaren hoch im Kurs ist.

Anreise & Strassenverkehr

Nach einem kurzen Flug von Busan nach Jeju-Si folgten wir der via SMS erhaltenen koreanischen Wegbeschreibung zu unserem Mietauto. Nachdem wir die kryptischen Formalitäten erledigt hatten, konnte unsere Reise im Kia Morning losgehen. Schnell bemerken wir, die meisten Verkehrsteilnehmer pflegen einen etwas rasanteren Fahrstil mit nicht so genauem Augenmerk auf Verkehrsregeln (Sperrflächen, durchgezogene Linien und Rotlichter erscheinen trotz strikten Regeln eher fakultativ). Auffallend ist, dass an jeder Strassenecke Verkehrkameras, Radargeräte und Rotlichtkameras stehen. Zudem stimmen die Zeitangaben nur beschränkt, da das Tempolimit meist bei nur 30 und 40 km/h liegt.

Sightseeing im Westen

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft besuchten wir kurzfristig zwei Sehenswürdigkeiten:

Hyeopjae Strand

Der erste Stopp führte uns an den Hyeopjae Strand. Kein aussergewöhnlich spezieller oder schöner Strand, jedoch überrascht der schöne Kontrast zwischen Sand, Lavagestein und klarem Wasser.

Hallim Park

Nicht weit entfernt lag der Hallim Park, ein rund 100’000 m2 grosser botanischer Garten mit unzähligen Pflanzenspezien, welche über das gesamte Jahr verteilt blühen.

Den Süden und Osten erkunden

Cheonjiyeon Wasserfall

Früh am nächsten Tag fuhren wir Richtung Seogwipo los, um den beliebten Cheonjiyeon Wasserfall zu besuchen. Der Parkplatz war schnell gefunden und laut Navi war es auch nicht weit zu Fuss – jedoch trennte uns eine Schlucht und ein gut 30 minütiger Fussmarsch vom eigentlichen Eingang (da muss Pascal das nächste mal wohl besser recherchieren 🙈). Auch hier traffen wir viele Einheimische an, welche sich die Attraktion mit Genuss anschauten. Mit etwas Geduld verschwanden die Schulklassen und wir hatten den Wasserfall für uns.

Cheonjeyeon Wasserfälle & Seonim-gyo Brücke

Etwas besser gelang die Anfahrt zu den nahegelegenen Cheonjeyeon Wasserfällen, welche nach der Überqueerung der 128m langen imposanten Seonim-gyo Bogenbrücke besichtigt werden konnte.

Ilchulbong Vulkan

Etwa 1.5 Stunden entfernt lag im Osten der kleine Vulkan Ilchulbong. Der Aufstieg auf den grün bewachsenen “Berg” war mühelos und wir genossen die Aussicht auf den Krater, die Insel und das Meer.

Abschluss

Ein letztes Highlight der Tour war das Abendessen. Neben den zahlreichen Früchten wie Hallabong (sieht aus wie eine Orange, schneckt ähnlich wie eine Mandarine) ist Jeju auch bekannt für das einheimische Jeju Black Pig, welches sich in den meisten Restaurants finden lässt. Das BBQ war köstlich und der nette Kellner erklärte uns die Gerichte und wie man sie isst. Jessi’s Transformation zur Vegetarierin (eine sehr seltene oder fast unbekannte Spezies in Korea), ist aufgrund der fettdurchzogenen Spezialitäten bald abgeschlossen 🙈

Berg Hallasan

Der rund 2’000 Meter hohe Vulkankrater ist von der ganzen Insel aus ersichtlich und hat mehrere Routen, mit unterschiedlichen Schweregeraden, Dauern und Höhenmetern. Nach längerer Recherche entschlossen wir uns für die südwestliche Route Yeongsil. Zu einer guten Vorbereitung gehörte auch das Studieren der Wetterberichte: Temperatur auf dem Gipfel zwischen -1 und 9 °C. Schnell war Jessi’s Winterjacke eingepackt. Am Startpunkt angekommen machten wir uns auf den Weg. Der Pfad führte uns zunächst durch einen Wald und schnell wurde es steinig und steil. Die Bäume lichteten sich und die Sonne machte Jessi klar, dass ihre Kleiderwahl die falsche war 🥵. Doch auch alle anderem Empfehlungen hatten wir pflichtbewusst dabei: Insektenschutz, Bandagen und ausreichend Trinkwasser. Beim ersten Stopp wurden wir gleich von einem netten Herrn überrascht, der sich um uns sorgte und uns je einen Schokoladenriegel und Wasser anbot.

Oben angekommen wurde die Mühe mit einer wunderschönen (etwas dunstigen) Aussicht belohnt. Wie es sich beim Wandern gehört, grüssten wir fleissig und erhielten so von einer etwas älteren Dame eine gratis Lektion Koreanisch. Unserer neu gelerntes Begrüssungswort (annyeonghaseyo) führte zum einen oder anderen Schmunzeln 😉. Da wir beim Abstieg gleich drei humpelnde Einheimische antraffen, fanden wir zu unserem Erstaunen sogar einen Nutzen für die mitgebrachte Badage.

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