Shinkansen
Japan ist bekannt für sein gut vernetztes und pünktliches Bahnnetz, welches nicht nur Pendlern eine zuverlässige Fortbewegungsmethode bietet, sondern auch Touristen. Etwas komplizierter stellte sich die Planung der Zugreise heraus, da es im Gegensatz zur Schweiz nicht nur einen Bahnbetreiber gibt, sondern auf wichtigen Verbindungen (Osaka-Kyoto oder Kyoto-Tokyo) mehrere Anbieter die von unterschiedlichen Bahnhöfen abfahren.
Für die Reise von Kyoto nach Tokyo entschieden wir uns für den schnellen Shinkansen Zug (bullet train). Der Zug meistert diese Strecke in nur 2.5 Stunden mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Der Shikansen ist jedoch auch die teureste Variante. Die Fahrt selbst ist nichts für empfindliche Passagiere, da die hohen Geschwindigkeiten und das Neigen des Zuges etwas auf den Magen drücken können.
Eine Kapsel für die Nacht
In diesem Fall hat die Kapsel nichts mit einem Medikament zu tun, sondern viel mehr mit der Art des Hotels. Die Kapselhotels bieten viele kleine Zimmer (Kapseln) die uns auf den ersten Blick sehr klein erscheinen, aber eigentlich mehr als genug Platz bieten. Die Kapseln befinden sich meist in einem Saal mit vielen anderen Kapseln und das Badezimmer ist in den meisten Fällen geteilt. Das erste Kapselhotels entstand 1979 in Osaka, um Leuten die sich ein konventionelles Hotel nicht leisten konnten, eine Übernachtungsmöglichkeit zu bieten.
Ueno Park
Mit einer riesigen Grünfläche und umgeben von den Strassen Tokyo’s, befindet sich der Ueno Park inmitten der Stadt. Besonders in der Blüte- und Herbstzeit bieten die frohen Farben einen schönen Anblick. Neben dem Garten befindet sich ein Zoo (bekannt für Pandas), das Nationalmuseum, das Museum für westliche Kunst und das natur-historische Museum. Letzteres besuchten wir für die spannende Sonderausstellung zum Thema Gift. Leider waren die Beschreibungen nur auf Japanisch, obwohl die Werbung und Schilder am Eingang auf Englisch übersetzt waren. Dank den amüsanten Übersetzungen von Googel konnten wir uns viele Infos plus minus herleiten.
Dem Zoo statteten wir auch einen Besuch ab um die jungen Pandas und ihre Mutter zu sehen. Wegen der Kombination der unerwartet langen Warteschlange (ca. 50 Minuten) und der starken Sonneneinstrahlung, brach Pascal den Versuch frühzeitig ab und liess den vielen Kindern den Vortritt. Jessi war traurig, dass sie keine Pandababys sehen konnte..
Senso-ji Tempel & SkyTree
Bekannt für die riesigem roten Laternen mit Schriftzeichen ist der Senso-ji Tempel definitiv ein Besuch wert. Der Weg vom ersten Tor bis zum Tempel selbst war eine Fussgängerzone mit zahlreichen Takeaways und Souvenir Shops. Wir verwöhnten uns mit einem leckeren Dessert und gaben dem Daifuku eine zweite Chance – Pascal war begeistert.
Die nächste Station auf unserer Tagestour war der 634 Merer hohe SkyTree. Dieser ist das höchste Gebäude Tokyo’s und nach unserer letzten Erfahrung auf dem Lotte Tower in Seoul für uns gesetzt. Jedoch enttäuschte uns der Turm mit den langen Wartezeiten und der nicht gleich spektakulären (und va. in Tokyo erwarteten) Aussicht.
Toyosu Market
“Der frühe Vogel fängt den Wurm!” Hier wohl eher den Fisch. Wer die bekannte Thunfischauktion im Hafen Tokyo’s miterleben möchte muss früh aufstehen und sich auf den Weg machen. Das neu errichtete Industrieareal hat drei grosse Hallen – wobei eine Halle speziell der Versteigerung von Thunfisch, eine andere Halle den übrigen Meeresbewohnern und die letzte Halle verschiedene Gemüse- und Fruchtsorten gewidmet ist. Zu sehen gibt es die Auktionen nur bei den Thunfischen, da die anderen Produkte meist in Karton- oder Styroporboxen verpackt sind.
Nachdem unser Wecker uns um 4:00 Uhr weckte, fuhren wir mit der Metro durch das fast menschenleere Tokyo. Wir traffen um ca. 5:15 Uhr in der Halle ein und fanden Dutzende gefrorene Thunfische in fein säuberlichen Reihen vor. Viele der Bietenden machten sich von Auge und mit dem Eispickel ein Bild von der Fischqualität.
Die Thunfischauktion begann pünktlich um 5:30 Uhr und dauert ungefähr eine Stunde. Nach dem Geschehen in der Halle begaben wir uns in die anderen Räumlichkeiten, wo sich ein Grosshandel und eine Vielzahl von Sushirestaurants befanden. Der perfekte Ort frisches Sushi zu degustieren.
Digital Art Museum
Für die Kunstbanausen gab es eine Empfehlung von Claudia. Nicht unweit des Fischmarkts war die Ausstellung von teamLabs. Natürlich wollten wir uns diese Attraktion nicht entgehen lassen. Die Ausstellung ist unterteilt in mehrere Räume, jeder Raum ein Kunstwerk. Etwas speziell waren die Hinweise am Eingang: Man betritt die Ausstellung barfuss, manche Räume haben knietiefes Wasser, andere haben Spiegelböden und man soll sich seiner Kleidung bewusst sein. Die Ausstellung ist definitiv besonders und für uns (mit der Erlebnispädagogik) ein Novum.
Shibuya Kreuzung
Wohl das bekannteste Wahrzeichen in Tokyo und in zahlreichen Filmen gesehen: Shibuya Scramble Square. Zu Stosszeiten überqueren mehr als 3’000 Fussgänger diese Kreuzung an diesem Hauptverkehrsknotenpunkt. Von dem meist besuchtesten Cafe der Welt (Starbucks) liess sich gut das Getummel aus einer anderen Perspektive beobachten. An allen Ecken der Kreuzung bildeten sich während der Rotphase Trauben von Fussgängern die stetig wuchsen. Kurz vor dem Überlaufen schalteten die Lichtsignale auf grün und das Getummel begann für 60 Sekunden, bevor der Verkehr (erstaunlich wenig Autos) wieder am Zug war.
Sumida Flusstour
Auch hier in Tokyo wollten wir uns die Möglichkeit einer Schifftour nicht entgehen lassen. Mit dem überdeckten Cruiser machten wir uns von Asakusa eine Stunde auf dem Sumida Fluss bis zum Odaiba Park. Auf dem Weg sahen wir einige Brücken und zahlreiche Gebäude am Flussrand. Das Highlight war aber definitiv der Sonnenuntergang, welchen wir auf dem Sonnendeck des Schiffs geniessen konnten.
Soo guet ihr sind ines kapsel hotel. Mir händ üs nöd getraut 🙂
Hoff s museum het eu au so guet gfalle wie mir …
Gueti wiiterreis