Ankunft Bangsal
Das Schnellboot brachte uns von Amed mit zwei Zwischenstopps bei den bekannten Gili Inseln (Trawang, Meno, Air) sicher nach Bangsal in Lombok. Da die tauch- und partyfreudigen Touristen primär zwischen Bali und den Gilis hin- und herdüsen waren wir die einzigen Touristen, welche das Boot in Lombok verliessen. Etwas unangenehm war die Ankunft auf dem Bootssteg, da wir von etwa einem Dutzend arbeitssuchenden Männern zum Ausgang begleitet wurden. Wir überliessen uns letztendlich für ein etwas überteuertes Taxi überreden, welches uns dafür rasch aus dem Hafen direkt ins Hotel brachte.
Senggigi
In Sengiggi angekommen, verputzten wir erstmals hungrig eine Pizza am Strand mit Blick auf die kleine Bucht. Danach klapperten wir den Strand ab und trafen auf unzählige Familien, welche den Sonntag (ihr Freitag) am Meer unter eine Art aus Tüchern gebauten Sonnensegeln verbrachten und die an den Ständchen ergatterten Häppchen miteinander teilten.
Auch hier ersichteten wir keine anderen Touristen, dafür trafen wir auf viele erstaunte aber auch faszinierte Gesichter. Interessierte Jugendliche kamen mutig auf uns zu und präsentierten stolz ihre Sprachkenntnisse. Ausserdem baten sie uns ganz begeistert um ein geimeisames Foto, sodass letztlich auch ihre Mama mit aufs Bild wollte 🙂
Da es in Amed mit dem Ausleihen einer Schnorchelausrüstung so gut geklappt hat und Senggigi ebenfalls für sein Hausriff bekannt ist, zottelten wir los um und eine Ausrüstung zu besorgen. Auch hier kostete der Spass keine 3.00 Fr. pro Person und die Korallen waren praktisch von der Hotellounge aus sichtbar. Leider war die Strömung extrem stark, sodass Jessi ihr Glück nur kurzzeitig versuchte.
Cooking Class
Am Nachmittag freuten wir uns auf unser dritte Cooking Class (siehe auch Korea und Japan) mit Salma und Kiki von Authentic Lombok. Das spassige Erlebnis teilten wir mit dem sympathischen Paar aus Perth – Darren & Michelle, welche per Zufall auch im selben Hotel übernachteten.
Nach dem Gang durch den gepflegten Kräuter- und Gemüsegarten ging es dann an die praktische Arbeit. Zunächst hiess es grünliche Pfannkuchen formen und diese mit Kokosstreuseln zu befüllen. Natürlich durften wir diese Leckerbissen auch gleich verkosten – mhmmm 😋.
Für die diversen Hauptgänge hiess es dann schnipseln, hacken und va. auch fleissig mörsern (fast wie in der Apotheke;)). Ein unglaublich leckerer Duft stieg in die Nase und wir freuten uns sehr über die mit Blüten verzierten sauleckeren Gerichte!
Zufriden ging es dann auf den Rückweg – glücklicherweise liess sich die Autopanne mit der Hilfe von Darren rasch beheben.
Secret Gilis
Da das Paar sehr von ihrem unvergesslichen Schnorchelausflug zu den Secret Gilis schwärmte und wir einen sehr postiven Eindruck vom Organisator hatten, verlängerten wir spontan unseren Aufenthalt im Hotel und schlossen uns ihnen dankbar an. Um 8:30 Uhr brachte uns Toto mit dem (reparierten!) Auto ganz in den Südwesten der Insel, wo auch schon ein typisches Fischerboot und die Crew auf uns wartete.
Und so schipperten wir im praktisch stillen Gewässer los… Vorbei an Gili Gede ging es als erstes zu Gili Rengit wo wir unsere praktischen full face Schnorchelmasken testen konnten. Wenige Meter vom Ufer der Insel entfernt entfaltete sich ein vielfältiges und buntes Korallenriff. Im flachen Wasser waren wir den Fischen und der Umgebung sehr nahe. Wir schwebten aufgrund der Strömung dem Riff bis zum Ende der Korallen entlang, wo bereits das Boot auf uns wartete, um an die nächste Destination zu fahren. Die Grösse und Vielfalt der gesichteten Fische und Korallen waren für uns neu und wunderschön (auch mit der Gopro etwas schwierig auf den Bildern festzuhalten).
Weiter ging es zu Gili Layar, einem sehr ähnlich aussehenden Riff mit riesigen Schwärmen von kleinen bunten Fischen.
Ohne dass wir es wussten, ging es nun zu unserem absoluten Highlight der Tour. Wenige Minuten nach dem Aussteigen zeigte der Guide in die Tiefe – und da war sie zu sehen! Versteckt zwischen Korallen und Felsen sahen wir eine grosse ausgewachsene grüne Meeresschildkröte! Einfach nur schon wenige Meter entfernt neben ihr im Wasser zu verweilen war bereits ein besondere Erfahrung. Sie muss uns jedoch bemerkt haben und entschloss sich ein neues Plätzchen in für uns der weniger gut erreichbaren Tiefe zu suchen. Wir folgten unserem Guide und schwammen entlang des Ufers. Es dauerte wieder nur wenige Augenblicke und wir sichteten eine zweite schöne und fotogene Schildkröte von nächster Nähe. Wunderschön!
Nachdem wir uns auf Gili Asahan mit Mie Goreng gestärkt hatten, ging es weiter zum nächsten Schnorchelspot. Etwas weniger farbenfroh war es entlang des Ufers von Gili Gede, dafür entdeckten wir ein zwischen den Seegräsern verstecktes Seepferd und einen kleinen Octupus.
Kuta
Nach unserer Verabschiedung von Michelle und Darren ging es für uns weiter Richtung Süden nach Kuta. Ähnlich zu Bali’s Kuta reihten sich auch hier zahlreich hippe Bars und Restaurants am Rand der Hauptstrasse. Auch die gelegentlichen Surfshops waren hier sehr beliebt für Surflektionen und wir fanden unseren neuen Waterbag und zwei super praktische Rashies. Ausserdem mussten wir uns mal wieder um einen Wäscheservice kümmern und für Buntstifte und Papier Ausschau halten. Ausserdem gab es ab nun ein weiteres Buchungskriterium für unsere künftige Hotels, nämlich dass sich keine mit Lautsprecher bestückten Gotteshäuser im Umfeld unserer Unterkunft befindet.
Pantai Torok Strand
Etwas westlich von Kuta entdeckten wir einen hübschen Fleck, welcher im Vergleich zu Kuta etwas ruhiger schien. Weit weg von einem Zentrum und Restaurants befand sich unsere Unterkunft gleich am Strand. Neben dem guten Essen und den Sonnenuntergängen waren Schildkröten einmal mehr unser Highlight. Vom Restaurant und auch im Wasser konnte man den Tieren beim Luftschnappen zu sehen. Leider war die Sicht im Wasser sehr beschränkt, weshalb wir sie beim Schnorcheln nicht wirklich sehen konnten.
To be continued…
Was wir mit unserer restlichen Zeit auf Lombok gemacht haben folgt im nächsten Blogpost. Das untenstehende Bild dient als kleiner Hinweis 😅